USA-Urlaub 2005 in South Dakota

Im Oktober 2005 habe ich mir endlich einen langjährigen Traum erfüllt - Urlaub in South Dakota!

Hier ein paar interessante Links dazu:

www.tektit.de

http://www.indianerreservat.de/newgerman.htm  -  DYP - Dakota Youth Project

 

Die Tour ging vom 6.-18. Oktober 2005.

Am 6. Oktober waren wir nur mit der Anreise beschäftigt.
Meine Mitreisenden, Susanne und ihre Jungs Benedict und Georg sowie Wolfgang und seine Tochter
Judith, traf ich auf dem Flugplatz in Denver. Gemeinsam flogen wir dann bis Rapid City,
wo Isabella, unsere Tourleiterin, uns abholte.

 Blick von Rapid City zu den Black Hills

Am 2. Tag fuhren wir zuerst zu einem Aussichtspunkt und schauten uns Rapid City von oben an.
Dann ging es weiter in die Black Hills, vorbei am Mount Rushmore in den Custer State Park.
Nach einer Wanderung um den Sylvan Lake fuhren wir weiter durch die Black Hills, wo wir u.a.
einige Büffel zu sehen bekamen.

Sylvan Lake

Büffelherde in den Black Hills

Am nächsten Tag gingen wir nach einem Museumsbesuch ("The Journey") zu einem großen Powwow in
Rapid City. Das Powwow begann mit dem "Grand Entry", dem Einzug aller Tänzer.
Es gab viele verschiedene Tanzstile und verschiedene Outfits.
Für den Rhythmus sorgten mehrere Trommelgruppen, die am Rand der Tanzfläche saßen.
Es war sehr interessant, die vielen Tänzer anzusehen.

Powwow in Rapid City

Sonntag ging es noch einmal in die Black Hills - zum Crazy Horse Mountain.
Dort entsteht ein riesengroßes Monument von Crazy Horse und es gibt eine interessante Austellung.
Dieses Denkmal ist aber umstritten, viele Lakota sagen, dass Crazy Horse dieser Statue niemals
zugestimmt hätte.

Crazy Horse Monument - im Vordergrund, wie es mal aussehen soll, im Hintergrund ist zu sehen, dass bisher nur ein Teil des Kopfes fertig ist

Nachmittags fuhren wir dann durch das Pine Ridge Reservat.
Die südliche Reservatsgrenze ist auch gleichzeitig die Grenze zwischen South Dakota und Nebraska.
Im ersten Ort in Nebraska, in Whiteclay, gibt es, im Gegensatz zum Reservat, wo Alkohol verboten
ist, jede Menge Alkohol. Die Alkoholverkäufer dort erzielen jährlich mehrere Millionen Dollar
Umsatz.
Wir fuhren noch ein paar Kilometer weiter bis Rushville, wo wir für die nächsten Tage unser
Quartier hatten, teilweise privat, teilweise im Motel.

Der Montag war kühl und ungemütlich. So machten wir nur einen kurzen Ausflug nach Wounded Knee,
wo am 29. Dezember 1890 von Soldaten der US-Regierung ein Massaker an hunderten Lakota Männern,
Frauen und Kindern verübt wurde, und wo 1973 eine 70-tägige Besetzung statt fand.
Nachmittag gab es einen Dreamcatcher-Workshop. Kyle, ein 13jähriger Junge aus dem Reservat,
zeigte uns, wie man Traumfänger macht.

Dienstag erkundeten wir die Umgebung von Rushville.
Später unterhielten wir uns mit Isabella über die Spiritualität der Lakota.
Man kann bei ihnen das Spirituelle und das Alltägliche nicht trennen, das eine geht in das andere
über. Es gibt verschiedene Zeremonien, z.B. die Schwitzhüttenzeremonie, die Visionssuche und den
Sonnentanz. Der wichtigste zeremonielle Gegenstand der Lakota ist die heilige Pfeife.
Am Abend erschien hoher Besuch, Medizinmann Rick kam mit 2 Verwandten. 
Rick beantwortete uns Fragen, die wir noch zur Spiritualität der Lakota heute hatten.
Zu essen gab es übrigens Büffelbraten!

Am nächsten Tag sahen wir uns die Ortschaft Pine Ridge an,
wir waren im Sioux Nation Shopping Center, dem Supermarkt, und essen bei Big Bat's an der
Tankstelle. Außerdem waren wir in der Red Cloud Indian School und am Grab von Red Cloud.

Der Donnerstag begrüßte uns wieder mit Sonnenschein und blauem Himmel. Es ging zeitig los,
denn wir hatten eine etwas weitere Strecke vor uns, nach Wall und durch die Badlands.
Unterwegs stoppten wir bei Rosi, eine Deutsche, die im Reservat lebt. In ihrem "Singing Horse
Trading Post" konnten wir jede Menge Souveniers kaufen, die im Reservat hergestellt wurden.
Das Geld dafür kommt so auch direkt den Familien dort zugute.
In den Badlands hielten wir dann an sehr oft an, um die schöne Aussicht zu genießen.
In Wall angekommen, gab es erst einmal Mittag, ich aß einen Buffaloburger, ein Hamburger mit
Büffelfleisch. Vor der Rückfahrt hatten wir noch etwas Zeit, durch die Geschäfte zu bummeln.
Unterwegs hielten wir dann noch an einer "Prairie Dog Town". Die Präriehunde saßen an ihren
Löchern und verschwanden blitzschnell, wenn man ihnen zu nahe kam.

Badlands

Am Freitag ging es nach Fort Robinson. Crazy Horse wurde 1877 dort ermordet. Nach einem Spaziergang
und einer Rundfahrt durch eine interessante Landschaft sowie einem Picnic in der Prärie, sahen wir
uns am Nachmittag nach einem Museumsbesuch den Platz an, an dem das passierte.

Sonnabend fuhren wir noch einmal Richtung Black Hills, zur Wild Horse Sanctuary in der Nähe von
Hot Springs. Am Nachmittag begaben wir uns auf eine 2stündige Tour mit Bob in einem Schulbus zu den
Pferden. Da wir ausserhalb der Saison da waren, waren die Pferde mehr verteilt als im Sommer,
wo auch Hengste da sind, die die Herde mehr zusammen halten.
Unterwegs hielten wir an einem Platz, wo jedes Jahr eine Sonnentanzzeremonie stattfindet.
Daneben war auch das Gerüst einer Schwitzhütte zu sehen.

  Gerüst einer Schwitzhütte

Abends sahen wir uns dann eine DVD an. "Skins" ist ein sehr interessanter Film, der in Pine Ridge
gedreht wurde, u.a. mit dem bekannten Schauspieler Graham Greene. Leider gibt es keine deutsche
Fassung davon.

Unser letzter Tag in Rushville begann sehr ruhig. Nach einem ausgiebigen Frühstück erzählte uns
James noch einmal einiges über seine Spiritualität.
Am Nachmittag fuhren wir ins Pine Ridge Reservat nach Wakpamni und besuchten eine Lakotafamilie.
Harriet hat sehr viele Kinder, so nahmen wir jede Menge Hot Dogs mit und aßen dort gemeinsam.
Für die Kinder gab es auch noch Süßigkeiten.
Abends saßen wir noch einmal mit James zusammen, der uns Foto von Wounded Knee zeigte.
Er war 1973 selbst bei der Besetzung von Wounded Knee dabei und konnte uns so aus erster Hand
davon berichten.

Friedhof in Wounded Knee, hinter dem Zaun ist das Massengrab von1890

Montag mittag waren wir zurück in Rapid City, wieder im Avanti Motel. Nachmittag bummelten wir
noch durch die Geschäfte und gaben im "Prairie Edge" die letzten Dollar für Souveniers aus.
Zum Abendessen gingen wir noch einmal ins "Golden Corral", ein Bufett-Restaurant, in dem man so
viel essen kann wie man will.

Am 18. Oktober mussten wir uns leider von Rapid City und South Dakota verabschieden.
Vielen Dank an Isabella und James für einen sehr interessanten Urlaub, der leider viel zu schnell zu Ende ging.

Mitakuye Oyasin - wir sind alle verwandt

Isabella und James arbeiten für das Dakota Youth Project, das Jugendliche im Reservat unterstützt.
Wer helfen möchte, oder sich einfach nur dafür interessiert, bitte den Link anklicken:

www.indianerreservat.de (zur Zeit - 1.2.07 - under construction)

In einer der ärmsten Regionen der USA, wo sich die Menschen mit Arbeitslosigkeit,
Alkoholismus und Krankheiten konfrontiert sehen, ist Unterstützung herzlich willkommen!

Heike Zastrow

 

Einen Dean-Reed-Teil meines USA-Urlaub-Reiseberichtes gibt es auch.
Aber das interessiert sicher nur Dean-Reed-Fans.

colorado05

 

 



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